Das Anbaugebiet befindet sich nördlich von Udine, im Bereich der Gemeinden Nimis und Tarcento, in den Colli Orientali del Friuli. Die Anbaufläche hat eine Ausdehnung von 60,41 ha – 2355 Hektoliter Ramandolo werden hier von den augenblicklich 30 Mitgliedern des Konsortiums produziert. Die morphologische Beschaffenheit dieses Hügelgebiets fällt ein wenig aus dem Rahmen – die Hänge sind sehr steil (mehr als 30%), und so müssen die Arbeiten oft gänzlich per Hand verrichtet werden. Die Terrassierungen sind schmal, manchmal sogar weniger als einen Meter breit, so kann die Gefahr eines „Schatten“-Daseins erst gar nicht aufkommen. Wir befinden uns hier im nord-östlichen Zipfel des friulanischen Weinbaus.
Die Senke von Ramandolo wird von dem Bernadia, der mit seinen knapp 900 m Höhe als Schutz vor den kalten Nordwinden dient, beherrscht. Die Weinberge sind sämtlich nach Süden ausgerichtet und liegen auf einer Höhe, die von 250 m (Torlano) über 369 m (Ramandolo) bis 413 m über NN (Sedilis) reicht. Die beträchtlichen Temperaturunterschiede in der Zeit vor der Lese führen zu einer Art klimatischer Insel, die zu einer strengen Auswahl der zu verwendenden Trauben geführt hat. Außer dem Ramandolo geben zwei weitere heimische Rebsorten hervorragende Resultate, das sind der Picolit und der Refosco. Das Gelände besteht aus Mergel eozänen Ursprungs und ist für fast jeglichen Anbau ungeeignet – außer eben für den Weinbau, wo der nährstoffarme Boden mehr für eine Ausrichtung auf Qualität denn auf Quantität geeignet ist.


EINE BESCHREIBUNG DES WEINS
Der Ramandolo wird aus den Trauben des Verduzzo Friulano (Clon giallo) gewonnen. Der Rebstock verlangt nach einer mitteldichten Bepflanzung und nach Erziehungssystemen wie Guyot oder Doppelstreckbogen. Er besitzt eine mittlere Widerstandskraft gegen Krankheiten, ist kräftig und hat ein hervorragendes Wachstumsverhalten. Die Produktion ist gut und konstant.
Die Traube ist klein, sie erreicht nur 12-14 cm; der kurze, äußerst robuste Stiel ist kompakt und pyramidenförmig, mit zwei ausgeprägten „Flügeln“. Die kleinen kugelförmigen Beeren haben kurze Kämme, einen deutlichen Wulst und einen kurzen Pinsel und sind recht widerstandsfähig gegen das Ablösen. Die Schale ist sehr hart, wachsüberzogen und von goldgelber Farbe (fast schon bernsteinfarben). An der Spitze hat die Beere einen typischen schwarzen Punkt. Das Fruchtfleisch ist saftig, sauer, tanninhaltig und fleischig und enthält drei große, birnenförmige Kerne.
Die Lese der Trauben ist spät (das kann bis Ende November sein), und so erfolgt die erste Trocknung häufig schon an der Pflanze. Die Vinifikation muss innerhalb des Anbaugebietes erfolgen. Vor Jahren wurde die Abschöpf-Technik verwendet - eine leichte Mazeration oder, auf Grund der normalerweise hier im Herbst herrschenden Temperaturen, eine sanfte Kältegärung.
Der Ramandolo ist von intensiver goldgelber Farbe, duftet nach Akazien, reifen Früchten, Pflaumen und Aprikosen. Im Mund ist er voll – ein voller Körper und ein angenehmer, langer Abgang. Feine Tannine und wohlschmeckend süß, mit einem angenehm bitteren Ton nach Kastanienhonig mit leichten Lindenhonig-Anklängen.

Der Ramandolo ist ein Meditationswein, der auch ganz hervorragend zu Gänseleberpastete, Schinken aus San Daniele und aus Sauris sowie zu geräucherter Forelle passt; weiterhin ist er nicht nur ein idealer Begleiter zu den verschiedenen Käsesorten wie Gorgonzola, Parmigiano Reggiano, Grana Padano, Pecorino und gereiftem Montasio, sondern auch zu Obst und zu trockenem Gebäck sowie zur Gubana.
Bei 10-12 °C servieren.


Texte von der Website des "Consorzio Tutela Ramandolo Nimis UD"

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